Individuelle Förderung

Die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler stellt einen wichtigen Bestandteil unserer sonderpädagogischen Arbeit dar. Jede Schülerin und jeder Schüler sind entsprechend ihrer / seiner Begabungen und Möglichkeiten in ihrem / seinem Lernen optimal zu unterstützen. 

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sind, ihre Hörschädigung und behinderungsspezifischen Voraussetzungen, ihre  Lernvoraussetzungen, die Vielzahl der Lernzugänge und die Verschiedenheit der Vorerfahrungen betreffend, sehr heterogen. Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler stellt somit eine sonderpädagogische, didaktische und methodische Herausforderung dar. Die kleinen Lerngruppen, die besondere räumliche Ausstattung, die zur Verfügung stehenden technischen und medialen Hilfsmittel, die personelle Besetzung der Klassen und die Anwendung der hörgeschädigtenspezifischen Didaktik und Unterrichtsmethoden ermöglichen eine individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen einer Regelschule nicht ausreichend gefördert werden können.

Die Grundlage unserer individuellen sonderpädagogischen Förderung ist die sorgfältige Förderdiagnostik. Die Diagnostik ist als Ausgangslage für die weitere Förderplanung zu betrachten. Aus Testergebnissen, Beobachtungen, Unterrichtsbeobachtungen, Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen, Gesprächen mit Eltern und ggf. Schülerinnen oder Schülern werden die Lernvoraussetzungen der / des einzelnen Schülerin / Schülers möglichst detailliert ermittelt.

Daraus werden Ziele und Maßnahmen zur individuellen Förderung herausgearbeitet, Schwerpunkte für einen bestimmten Zeitrahmen festgelegt und im Förderplan schriftlich festgehalten. Die Förderplanung bezieht sich auf unterschiedliche Förderbereiche, mit Schwerpunkt auf Hören und Kommunikation sowie den fachlichen Unterrichtsinhalt.

Die individuelle Förderung orientiert sich an den Unterrichtsprinzipien für hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler. Bei der Planung der individuellen Förderung unterliegen didaktische und methodische Aufbereitung und Umsetzung des Unterrichtsstoffes den Prinzipien der Hörgeschädigtenpädagogik (Anschaulichkeit, Visualisierung, Transformation von Sprache, etc.)(vgl. dazu Schulprogramm Kap. 5). Die behinderungsspezifische Ausstattung der Räume, die Anordnung der Arbeitsmittel und Möbel, die zur Verfügung stehende personelle Besetzung und der Einsatz technischer Hilfsmittel können bei der Planung einbezogen werden.

Bei der Durchführung der individuellen Förderung werden die methodischen Prinzipien der freien Unterrichtsgestaltung (Wochenplan, Portfolioarbeit, Lernen an Stationen, Freiarbeit, etc.) eingesetzt.

Im Bereich der individuellen Förderung sind Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung von besonderer Bedeutung. Die Stärkung der Eigenverantwortung für das eigene Lernen, die Förderung der Selbstständigkeit und das Erlernen von Kompetenzen für das soziale Miteinander sind wesentliche Faktoren, die das Lernen nachhaltig gelingen lassen. Die Grundlage zum Erwerb dieser Kompetenzen wird bereits während der Frühförderung geschaffen,  im Vorschulbereich angebahnt und stringent bis zur Beendung der Schullaufbahn erweitert und gefestigt.

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Auf Grundlage der individuellen Förderpläne werden die individuellen Kompetenzen und Schwierigkeiten der SchülerInnen ermittelt und daraus entstehende Maßnahmen abgeleitet (vgl. Umgang mit Förderplänen in der Hauptschule).

Die Förderung der SchülerInnen findet durch verschiedene Maßnahmen statt:

  • Logopädie/Ergotherapie
  • innere Differenzierung (individuelle Aufgaben, Lernzeit, Material, versch. Arbeitsformen…)
  • äußere Differenzierung (durch Doppelbesetzung)
  • Förderunterricht (je nach Jahrgangsstufe unterschiedlich, vgl. Stundenverteilungsplan)
  • Förderaufgaben (die SchülerInnen erhalten eine Aufgabe, meist aus dem Bereich Lernen und Entwicklung, die sie über einen festgelegten Zeitraum einhalten und selbstständig evaluieren) (vgl. 7. Klassen)

 

Des Weiteren ist die individuelle Förderung bei der Berufsvorbereitung und -findung ein wichtiger Aspekt in der Hauptschule (vgl.Berufsvorbereitungskonzept).

 

Die Überprüfung und Sicherung der Förderung findet wiederum durch die halbjährliche Bearbeitung der Förderpläne statt.

Die SchülerInnen können ihre Fortschritte teilweise selbst (z.B. Portfolioarbeit oder Förderaufgaben) überprüfen.

Die SchülerInnen nehmen an den Lernstandserhebungen VERA, Lernstand 8 und der ZP 10 teil.

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